Die Akte Luther

Unter Historikern steht seit langem fest, dass es den Thesenanschlag von Martin Luther an die Tür der Wittenberger Schlosskirche am 31. Oktober 1517 ebenso wenig gegeben hat, wie der ihm zugeschriebene Satz: “Hier stehe ich, ich kann nicht anders“. Das Arsenal der Lutherlegenden dient heute noch zur Verklärung des wahren Bildes von Martin Luther. Der historische Luther rief dazu auf, Synagogen zu verbrennen, Juden die Religionsausübung zu verbieten und schürte den spätmittelalterlichen Hexenwahn. War der Herausforderer des Papsttums ein Pazifist oder Opportunist? Woher kam sein Hass auf Bauern und Wiedertäufer und séine Frauenverachtung? Auch war Luther kein Freiheitsapostel oder Vorläufer der Aufklärung. Bernt von zur Mühlen sucht in dem Wust der Lutherlegenden die historischen Fakten.

500 Jahre Reformation: Der andere Luther

Martin Luther forderte die Tötung der "Hexen", setzte sich für Folter und Feuertod ein und profilierte auf diese Weise die epidemische Hexenverfolgung der kommenden Jahrzehnte. Luther sprach von Teufelshuren, Teufelskindern und verachtete Frauen. Körperlich behinderte oder missgebildete Kinder waren in den Augen Luthers teuflische Wesen, die gleich nach der Geburt zu töten seien.

In der dreiteiligen Serie über den wahren Martin Luther hat Bernt von zur Mühlen reichlich Material durchgesehen. Und eine ganz andere Sicht auf den Reformator gewonnen.

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